Überspringen zu Hauptinhalt

Neues Verpackungsgesetz

Am 01. Januar 2019 tritt das neue Verpackungsgesetz (VerpackG) in Kraft
und löst die Verpackungsverordnung (VerpackV) als geltendes Recht ab.

Ziel des Gesetzes ist es, die Recycling-Quoten bei verschiedenen Arten von Verpackungsmaterialien zu erhöhen, sowie das gesamte Abfallaufkommen zu verringern.

Wer in Deutschland Verpackungen in den Verkehr bringt, muss sich bereits vorher um die ordnungsgemäße Entsorgung kümmern.

Wir haben für Sie einen Leitfaden zum neuen Verpackungsgesetz (VerpackG) als Orientierung zusammengestellt. 

  • Registrierung, Kontrolle und Überwachung übernimmt die neu geschaffene Zentrale Stelle Verpackungsregister (ZSVR), tätig als Bundesbehörde.
  • Alle Erstinverkehrbringer von systembeteiligungspflichtigen Verkaufsverpackungen, müssen sich bis
    01.2019 bei der Zentralen Stelle im Verpackungsregister LUCID registrieren und die Markennamen angeben, die sie vertreiben. Die Registrierung ist kostenfrei und bereits seit August 2018 möglich. Das Register ist ab 2019 öffentlich einsehbar.
  • Systempflichtige Verpackungen sind:
    Verkaufs-, Service-, Um- und Versandverpackungen, aber auch Klebeband, Etiketten und Füllmaterialien, die zu privaten Haushalten oder sogenannten Anfallstellen (Gastronomie, Kinos, Hotels, Verwaltungen, Raststätten, Kantinen, Krankenhäuser usw.) gelangen und dort als Abfall anfallen.
    Ausgenommen von den gesetzlichen Regelungen sind Mehrwegverpackungen, pfandpflichtige Einwegverpackungen, sowie solche Verpackungen, die ausschließlich ins Ausland versendet werden!
    Weiterhin befreit sind Verpackungen von schadstoffhaltigen Gütern und ausschließlich im privaten Bereich genutzte Verpackungen (Privatversendungen aller Art – nicht gewerblich!).
    Es gelten Sonderregelungen für Serviceverpackungen (z.B. Backwarentüten, Coffee-to-go-Becher, Frischhaltefolien). Hier wird die Lizenzierungspflicht an den Vorbetreiber der Verpackung delegiert.
  • Ohne Registrierung ist es verboten, systempflichtige Verpackungen in den Verkehr zu bringen. Bei Nichtbeachten drohen hohe Bußgelder.
  • Neben der Registrierungspflicht in der Datenbank „LUCID“, müssen sich alle betroffenen Hersteller/Versender an einem dualen System (gelistete Entsorger) und damit an den Kosten der Entsorgung und Recycling der Verpackungen beteiligen.
    Die in Verkehr gebrachten Verpackungen müssen mindestens einmal im Jahr gemeldet werden (Materialart und Gesamtgewicht), sowohl an das ZSVR, als auch an den Partner des dualen Systems.
  • Bis zum 15.Mai des laufenden Jahres muss eine Vollständigkeitserklärung an das ZSVR erfolgen, die dort von Sachverständigen geprüft wird. Darin müssen alle, in dem jeweiligen Jahr erstmals in Verkehr gebrachten Verkaufs- und Umverpackungen aufgelistet sein.
    Diese Pflicht gilt erst bei Überschreitung einer der drei Jahresmengen:
    50 to. bei Papier/Pappe und Karton-Verpackungsmaterialien
    80 to. bei Glas
    30 to. bei Eisenmetallen, Aluminium, Kunststoffen, Getränkekartons, sowie sonstigen Verbunden
    Ausnahmen sind die sogenannten Bagatellmengen, allerdings nur für die Meldungen bei der ZSVR. Beim dualen System müssen alle Verbräuche gemeldet werden!

Quelle: www.verpackungsregister.org

Dies ist eine von dymafol zusammengestellte Auflistung der wichtigsten Punkte zum neuen Verpackungsgesetz und gewährt keine Garantie auf Vollständigkeit!

Sehen Sie das als reine Information und Service für unsere Kunden und Partner.

Wir sind als Händler von Verpackungsmaterialien nicht verpflichtet, hier aktiv zu werden und möchten Sie nur auf die anstehenden Gesetzesänderungen hinweisen!

Der Händler/Versender von Produkten an Endverbraucher muss sich selbst um die Registrierung und Abwicklung kümmern.

Wir werden diesen Leitfaden nach Bedarf und neuesten Informationen ergänzen.

Weitere Informationen zu dem Thema erhalten Sie auf dem Link der Zentralen Stelle:  https://www.verpackungsregister.org/

An den Anfang scrollen